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Wenn Barbara Morgenstern fast schmerzhaft persönlich, mit berüchtigter Poesie, unverblümt direkt und schonungslos ungefiltert ihr Innerstes in Musik verwandelt, greift das hinter alle intellektuellen verteidigungslinien, schleicht sich direkt am Kopf vorbei ins Herz und wieder zum Kopf zurück.
10 Menschen, von Musiker bis vj, von Holland über Berlin, Dresden und Hamburg bis nach London, haben hier die Tracks von nichts muss verfilmt und auf ihre ganz eigene Art das elektronische mit dem intimen verbunden.
Ob abstrahiert zum greifen nah, berührende Milchglasästhetik, hautnah unter der Dusche und im Wettlauf mit sich selbst oder auch als klassische, dekonstruktivistische Grafik und Video Art. Kleiner Ausschnitt ist keine reguläre Videosammlung, sondern eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit Barbaras Substanz, eine Verbindung der grenzüberschreitenden Poesie, Musik, Lyrik und Persönlichkeit, der Distanzlosigkeit, die man von Konzerten kennt, mit dem Bild und Geist der Filmemacher, die diese Nähe unterstreichen, kontrastieren, verstärken, verändern, abstrahieren und neu kontextualisieren.
Nur einmal tritt Barbara dabei selbst in Erscheinung. Schemenhaft, verzerrt, fast zu nah dran, aber nur fast. Und dann im begleitenden Vor/Nachwort, erscheint sie doch: erklärt, erzählt, ergänzt, ohne Angst sich wirklich und wahrhaftig zu zeigen.
Ein kleiner Ausschnitt und grosser Einblick. Oder einfach: nichts muss.