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Immer wieder neu ist das Vergnügen, Ray Anderson und all seinen unendlichen Facetten zu begegnen. Hier realisiert er sich einen Wunsch, den er zwischenzeitlich, Ende der Neunzigerjahre, in seiner Lapis Lazuli Band mit Amina Claudine Meyers erfüllt hatte: Diesmal bearbeitet Gary Versace die Orgel. Wer nun aber erwartet, dass von Versace in Jimmy-Smith-Manier die Funken sprühende Energie ausgehen würde, täuscht sich. Die Hammond wird hier eher in der Art Larry Youngs gespielt, und der Groove einzelner Stücke – und das ist weniger überraschend – geht weit mehr von Anderson aus. Versace, getauft etwa in den tiefen Wassern von Scofield, Abercrombie und Konitz, spielt vor allem die sinnliche Karte, recht lyrisch und ganz dem Gemeinschaftswerk verpflichtet. Mit Tommy Campbell, der jung bei Gillespie an den Drums sass und später mit McLaughlin, Rollins und Wheeler spielte, soll, wie es heisst, ein Neffe Jimmy Smiths über dem Quartett schweben. Campbell war schon in der Lapis Lazuli Band mit von der Partie. Und Gitarrist Steve Salerno wird der Zusammenarbeit mit Pas-torius, Berne und Wheeler gerühmt. Jazzig, frei, schön. JAZZ’N’MORE