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HipHop und Jazz liegen schon seit jeher nahe beieinander, oder anders gesagt, ohne Jazz, Soul und Funk würde Rap-Musik wohl gar nicht existieren. Schon verschiedene Künstler versuchten, mit unterschiedlichem Erfolg, HipHop und Jazz zu fusionieren. Diese Fusion wird auch auf der Doppel-CD „West Oaktown“ von Colossus konsequent durchgezogen. Der musikalische Kopf hinter Colossus ist der Brite Charlie Tade, der schon mit diversen Jazz-, Funk- und Soullegenden die Bühne geteilt hat und mittlerweile in Oakland, Kalifornien seine Zelte aufgeschlagen hat. Auf der ersten CD legen MCs wie Roots Manuva, Capitol A, Delphi, Azeem, Regi B oder Simeon ihre Raps über sehr jazzige Produktionen, was mühelos zusammenfliesst. Die zweite Disc richtet sich dann noch expliziter an HipHop-Konsumenten und überzeugt mit sehr kreativen Produktion und Remixes, inspiriert durch 90er HipHop mit druckvollen Drumsets und natürlich erneut vielen Einflüssen auf Funk, Soul und Jazz. Eine gelungene Fusion, die durchaus das Potential hat, Fans von beiden Musikrichtungen anzusprechen.